
Teckel als Jagdgehilfe im Einsatz zur Nachsuche
Nachsuche
Als Nachsuche (auch Schweißarbeit oder Fährtenarbeit) wird bei der Jagd das Suchen und Aufspüren von zuvor nicht unmittelbar auffindbarem, verletztem oder totem Wild bezeichnet. Insbesondere bei absehbar schwierigen Nachsuchen kommen dabei spezielle Nachsuchengespanne bestehend aus einem Nachsuchen- bzw. Hundeführer und einem ausgebildeten Jagdhund zum Einsatz.
Ziel einer Nachsuche ist es, verletztes Wild schnell zu finden um es vor langem Leiden zu bewahren oder bereits verendetes, aber nur schwer aufzufindendes Wild zu bergen. Das Nachsuchengespann (Hundeführer mit Hund) verfolgt das Wild teilweise mehrere Stunden. Unter Umständen kann sich eine Nachsuche auf über mehrere Tage ausdehnen.
Die Spezialisten für Nachsuchen sind die Schweißhunde, aber auch der Teckel und andere Jagdgebrauchshunde werden dafür ausgebildet. Bei der Nachsuche muss der Hund Spursicherheit beweisen. Er vermag die Individualspur des verletzten Wildes von kreuzenden, frischeren Spuren und Fährten anderen Wildes zu unterscheiden und widersteht auch der Versuchung, auf eine frischere Spur zu wechseln, obwohl diese für den Hund als sogenannte Verleitfährte attraktiver sein könnte. Vor Aufnahme der Nachsuche sind die Pirschzeichen am Anschuss oder an der Unfallstelle zu untersuchen und zu sichern. Wird anhand der Pirschzeichen von einer tödlichen Verletzung (zum Beispiel mit Herz- oder Lungenbeteiligung) ausgegangen, wird unverzüglich nachgesucht. Ist von einer nicht sofort tödlichen Verletzung auszugehen, wird die Nachsuche nach einer Wartezeit aufgenommen. In der Wartezeit kann das Wild Adrenalin abbauen. Dadurch wird vermieden, dass es, unter Adrenalineinfluss stehend, erneut flüchtig wird und noch über weite Entfernungen verfolgt werden muss.
Das Unterlassen der Nachsuche stellt einen tierschutzrechtlichen Verstoß dar, da das verletzte Wild bei unterlassener Nachsuche über Tage und auch Wochen nach dem Unfall noch dahinsiechen kann und unnötig lang leiden muss.